Themenabende

Samstag, 3. Dezember 2016 15:00 bis 18:00 Uhr im MaBiZ

„Eine kurze Geschichte der Produktivkraftentwicklung im Kapitalismus und die Rolle von ‚Industrie 4.0‘“ 

 „Eine Gesellschaftsformation geht nie unter, bevor alle Produktivkräfte entwickelt sind, für die sie weit genug ist und neue höhere Produktionsverhältnisse treten nie an die Stelle, bevor die materiellen Existenzbedingungen derselben im Schoß der alten Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind. Daher stellt sich die Menschheit immer nur Aufgaben, die sie lösen kann, denn genauer betrachtet wird sich stets finden, dass die Aufgabe selbst nur entspringt, wo die materiellen Bedingungen ihrer Lösung schon vorhanden oder wenigstens im Prozess ihres Werdens begriffen sind.“ (Marx: „Zur Kritik der politischen Ökonomie“)


 

Samstag, 1. April 2017 15:00 bis 18:00 Uhr im MaBiZ

„Wenn die Schranken des Privateigentums gefallen sind, können die Produktivkräfte sich frei entfalten“. Die Elektrifizierung der jungen Sowjetunion als historisches Beispiel.

 Bei beiden ist Michael Seiler aus München der Referent.

Er veröffentlichte kürzlich Thesen zur Entwicklung der industriellen Revolution, die er uns vorstellen wird. Er arbeitet gegenwärtig als Firewall-Administrator und Security-Spezialist in der Tele­kommunikationsbranche. Michael Seiler studierte Elektrotechnik, erwarb berufliche Erfahrung in der Entwicklung von Maschinensteuerung und als Netzwerkadministrator. Seine Thesen zur Entwicklung der industriellen Revolution erschienen in der Zeitschrift „Streitbarer Materialismus“ Nr.31.


 

Dienstag, 14. Februar 2017, 19:00 im MaBiZ

Bomben auf deutsche Städte: Verbrechen, Notwendigkeit oder politisches Kalkül?

Zum Jahrestag des alliierten Bombenangriffs auf Dresden am 13.Februar 1945 marschieren auch dieses Jahr wieder die Neonazis. Sie bezeichnen die Luftangriffe auf deutsche Städte als „Bombenholocaust“ und „Massenmord“. Das Inferno von Dresden soll so dazu genutzt werden, den Kampf gegen Nazi­deutschland als Verbrechen zu verteufeln.

Aber stimmt die von der Mehrheit der Historiker vertretene Gegenposition? Sie sagen, dass der Bombenkrieg kein Verbrechen, sondern eine schmerzliche Notwendigkeit war, weil man im Kampf gegen den Teufel nicht auf teuflische Mittel verzichten könne. Notwendig kann aber nur etwas sein, was zur Niederschlagung des Faschismus beigetragen hat. Tatsächlich haben die Bombenangriffe auf die Wohnviertel der Großstädte die faschistische Kriegsmaschine aber wohl nicht nachhaltig behindert. Es spricht vieles dafür, dass sie sogar kriegsverlängernd waren, weil sie politisch von den Nazis genutzt werden konnten, um die Bevölkerung an sich zu binden. Welchen Zweck können aber „militärisch sinnlose“ Bombenangriffe haben? Manfred Klingele geht von dem Satz von Clausewitz aus: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.” Es gilt also, die politischen Zieleherauszufinden, die der Kriegsführung zu Grunde lagen. Manfred Klingele kommt so zu dem Schluss, dass die Kriegsführung des imperialistischen Großbritanniens bestimmt wurde von einem doppelten politischen Ziel:

  • den imperialistischen Konkurrenten Deutschland niederzuringen
  • und gleichzeitig die sozialistische Sowjetunion entscheidend zu schwächen.

Manfred Klingele versucht diese Kriegsziele zu belegen und ihren bestimmenden Einfluss auf die  konkrete Kriegsführung, besonders auf den Luftkrieg gegen die deutschen Städte,  zu zeigen. Manfred Klingele hat lange u.a. in Archiven in London zu dieser Frage gearbeitet und die Ergebnisse in einer Broschüre veröffentlicht. Ein informativer Abend ist garantiert und eine lebhafte Diskussion seiner Thesen erwünscht. 


 

Dienstag, 11. April 2017, 19:00 imMaBiZ

Neuere Erkenntnisse der Biologie Vorgestellt von Fritz Tetsch (Biologe)

Es heißt oft: „Sozialismus – das ist eine gute Idee. Aber sie funktioniert nicht, weil die Menschen so sind, wie sie eben sind: egoistisch, aggressiv, rassistisch.“

Dazu einige Erkenntnisse der Biologie:

  •  Die Gene sind anders als man denkt!
  • Die Epigenetik, eine neue Sicht auf die Evolution hat die gedachte chinesische Mauer zwischen der natürlichen und kulturellen Umwelt des Menschen und seinen Genen eingerissen. Sie gibt eine neue Antwort auf die Frage: Was prägt den Menschen, die Umwelt oder die Gene? Beides und zwar in einer dialektischen Wechselwirkung.
  • Die Existenz von Menschenrassen ist aus Sicht der Biologie widerlegt!
  • Evolution als die permanente Anpassung an eine sich verändernde Umwelt ist nicht ein Kampf aller gegen alle, sondern ein Wechselspiel aus Kooperation und Konkurrenz. Bei den Menschen heißt der Selektionsvorteil nicht zuletzt: Kooperation.

Auf Grund dieser Erkenntnisse muss es also heißen: Der Mensch ist nicht, wie er ist, sondern er hat sich evolutiv verändert und entwickelt sich weiter. Er ist so geworden, weil er vom Selektionsvorteil Kooperation geprägt wurde und eine komplexe Großhirnrinde hat, die es ihm ermöglicht, rationale Entscheidungen in der Auseinandersetzung mit der natürlichen Umwelt und der Gesellschaft zu fällen. Seine Weiterentwicklung, ja sogar seine Weiterexistenz, verlangt nach weltweiter Kooperation. Das Privateigentum an den Produktionsmitteln setzt Konkurrenz und Krieg an die Stelle der Kooperation. Es muss beseitigt werden. Und eine neue, auf Kooperation basierende Gesellschaftsordnung muss in einem revolutionären Prozess aufgebaut werden. 


Donnerstag 11. Mai 2017, 19 Uhr im MaBiZ

AK Staatsumbau in der IG Metall Region Hamburg

Weißbuch 2016 der Bundeswehr

Vor neuen Kriegen - Meilenstein des deutschen Großmachtanspruchs - Bilanz der Kernaussagen des Weißbuchs 1 Jahr nach der Veröffentlichung.

Das Weißbuch, so der eigene Anspruch, soll Auskunft über Ziele und Inhalte der deutschen Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr geben. Ergänzt wird das Strategiedokument durch das „Konzept zivile Verteidigung“ (KZV) vom August 2016


 

Hier gibt es den Einladungsflyer.

   
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