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Deutscher Kolonialismus. Gestern und heute?

Unter der Losung „Ein Platz an der Sonne“ versuchte der „zu spät gekommene“ deutsche Imperialismus sich seit den 1880er Jahren doch noch einen Teil der Welt, vor allem in Afrika anzueignen. Mit anderen Mächten konkurrierte das Kaiserreich um Macht und Einfluss. Dieser Konkurrenzkampf führte direkt in den 1. Weltkrieg. Die Verbrechen, die dabei in den deutschen Kolonien begangen wurden, sind großenteils vergessen und alle ungesühnt. Unsere Tagung erinnert an sie und die Interessen, denen sie dienten. Alles Geschichte, „Schnee von gestern“?

Das heutige Deutschland leistet doch Entwicklungshilfe und müht sich, wo immer es interveniert, z.B. in Mali, für Menschenrechte und Frieden?

Wir kratzen an diesem Bild. Und entdecken dabei, ungeachtet sehr veränderter Bedingungen, Kontinuitäten: was die Interessen, was die Konkurrenten, selbst was die Methoden angeht.


Es referieren: 

Dr. Reiner Zilkenat (Berlin) – zur deutschen Flotten- und Kolonialpolitik um 1900 im Kampf um den „Platz an der Sonne“

Georges Hallermayer (Sarreguemines) – zu Grundzügen der deutschen Kolonialpolitik am Beispiel Ostafrikas

Jörg Kronauer (London) – zum deutschen Neokolonialismus

Senfo Tonkam (Mitglied der Black Community Hamburg) – zu den Folgen der neokolonialen Politik für die Menschen Afrikas

Die Tagung findet am Samstag, 16. Juni 2018 von 10 – 17 Uhr in der Kaffeewelt in der Böckmannstr. 3-4 (St. Georg) statt. Die Teilnahmegebühr ist 12€ (Mittagsimbiss inkl.), ermäßigt 8€, Anmeldung ist erwünscht an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier geht es zum Flyer.

   

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