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Bombenkrieg gegen deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg

Verbrechen, Notwendigkeit oder politisches Kalkül?

Zum Jahrestag des alliierten Bombenangriffs auf Dresden am 13.Februar 1945 marschieren auch dieses Jahr wieder die Neonazis. Sie bezeichnen die Luftangriffe auf deutsche Städte als „Bombenholocaust“ und „Massenmord“. Das Inferno von Dresden soll so dazu genutzt werden, den Kampf gegen Nazideutschland als Verbrechen zu verteufeln.

Aber stimmt die von der Mehrheit der Historiker vertretene Gegenposition? Sie sagen, dass der Bombenkrieg kein Verbrechen war, sondern eine schmerzliche Notwendigkeit, weil man im Kampf gegen den Teufel nicht auf teuflische Mittel verzichten könne.

Notwendig kann aber nur etwas sein, was zur Niederschlagung des Faschismus beigetragen hat. Tatsächlich haben die Bombenangriffe auf die Wohnviertel der Großstädte die faschistische Kriegsmaschine aber wohl nicht nachhaltig behindert. Es spricht vieles dafür, dass sie sogar kriegsverlängernd waren, weil sie politisch von den Nazis genutzt werden konnten, um die Bevölkerung an sich zu binden.

Welchen Zweck können aber „militärisch sinnlose“ Bombenangriffe haben? Manfred Klingele geht von dem Satz von Clausewitz aus: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.” Es gilt also, die politischen Ziele herauszufinden, die der Kriegsführung zu Grunde lagen. Manfred Klingele kommt so zu dem Schluss, dass die Kriegsführung des imperialistischen Großbritanniens bestimmt wurde von einem doppelten politischen Ziel:

den imperialistischen Konkurrenten Deutschland niederzuringen und gleichzeitig die Sowjetunion entscheidend zu schwächen.

Manfred Klingele versucht diese Kriegsziele zu belegen und ihren bestimmenden Einfluss auf die konkrete Kriegsführung, besonders auf den Luftkrieg gegen die deutschen Städte zu zeigen.

Manfred Klingele (65) hat lange u.a. in Archiven in London zu dieser Frage gearbeitet und die Ergebnisse in einer Broschüre veröffentlicht. Ein informativer Abend ist garantiert und eine lebhafte Diskussion seiner Thesen erwünscht.

Mittwoch, den 22. Februar 2012, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg (Mengestr. 20).

 

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Veranstaltung mit Werner Seppmann

Arbeiterklasse - das war gestern… (?)

So wie es ist, kann es nicht bleiben. Darüber ist sich die politische Linke in der BRD einig.
Wer aber soll es hauptsächlich machen? Die „klassenlosen“ Bewegungen der Globalisierungsgegner und occupy now Aktivisten? Die WählerInnen? Das abgehängte Prekariat? Oder doch die von Marx als revolutionäres Subjekt angesehene Arbeiterklasse? Von der Beantwortung dieser Frage hängt die Ausrichtung der politischen Arbeit ab.

Die Praxis beweist, dass die politische Linke die Arbeiterklasse tatsächlich weitgehend abgeschrieben hat: Fast nirgendwo mehr gibt es Flugblätter vor oder gar wirkliche Betriebsarbeit hinter dem Tor.

Ist das richtig oder ein strategischer Fehler? Gibt es eigentlich noch eine Arbeiterklasse? Wie hat Marx sie beschrieben? Was hat sich verändert? Sind die Lebenswelten der besser verdienenden Lohnabhängigen und der HartzIV-Empfänger zu verschieden geworden? Sinkt der Anteil der klassischen Industriearbeiter? Haben sich die traditionellen Milieus aufgelöst?

Darüber spricht zu uns und mit uns Werner Seppmann.

Seppmann leitet zusammen mit Ekkehard Lieberam das Projekt „Klassenanalyse@BRD“ der Marx-Engels-Stiftung (Wuppertal). Studien aus diesem Projekt sind u.a. „Zweifel am Proletariat ...“ und „Umbau der Klassengesellschaft“. Im letzten Jahr erschien von ihm u.a. „Die verleugnete Klasse. Zur Arbeiterklasse heute.“

Mittwoch, den 15. Februar 2012, um 19:00 Uhr im MTZ (Lindenallee 72).

 


(Gemäß § 6 des Versammlungsgesetzes sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen-verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Einladung ausgeschlossen)