Marxistische Abendschule • MASCH •

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Veranstaltung mit Rainer Roth

Soziale Gerechtigkeit?
Ist das nicht ungerecht?

Ob Regierungspartei oder Opposition, Gewerkschaften oder Arbeitgeberverband, ob neoliberal oder globalisierungskritisch, ob Menschenrechtler oder Nazi: alle sehen sie auf ihrer Seite: „die Gerechtigkeit“.
Kaum eine gesellschaftlich relevante Diskussion, in der sie nicht bemüht wird, wie wir auch jetzt wieder in der Diskussion um Euro-Rettung oder den Einsatz geheimdienstlicher Mittel erleben.

Rainer Roth, pensionierter Professor für Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Autor von „Das Kartenhaus“ und „Nebensache Mensch“, Mitautor des Leitfadens AlgII/Sozialhilfe und vieler Broschüren zu sozialpolitischen Themen sowie einer der Redner der „Demo der Hunderttausend“ am 01.11.2003 in Berlin, sagte dort: „Die Agenda 2010 ist der größte Angriff auf den Lebensstandard der Arbeiter und Angestellten in der Nachkriegsgeschichte. Noch stärkere Angriffe werden folgen.“ Genau diese erleben wir derzeit - vorgetragen unter dem Vorwand von Rettungsmaßnahmen aus der EUro-Krise. Die dringendste Tagesaufgabe aller sozialen Bewegungen müsste sein, diese Angriffe abzuwehren. Wie wenig hilfreich dabei der immer wieder geäußerte Wunsch nach Gerechtigkeit ist und in welcher geschichtlichen Tradition er steht, dazu wird sich unser Gast und Hauptreferent in seinem Vortrag äußern.

Es laden ein:
Gewerkschaftslinke, Marxistische Abendschule MASCH e.V.

Mittwoch, 1. Februar 2012, 18:30 Uhr
Curiohaus, Rotenbaumchaussee 15

 

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Peter Gohl

Die Wohnungsfrage aus marxistischer Sicht


Die Beseitigung des Mangels an gutem, bezahlbarem Wohnraum spielt im Forderungsprogramm linker Parteien und Gruppen eine hervorragende Rolle. Hier soll aus marxistischer Sicht untersucht werden, wie es zu diesem objektiv vorhandenen Mangel kommt und welche Bedeutung ihm insbesondere für die Arbeiterklasse zukommt.

Die Wohnung ist wie alles im Kapitalismus eine Ware, die auf dem Wohnungsmarkt gehandelt wird. Kann man aber eine so existentielles Problem wie die Versorgung mit angemessenem Wohnraum dem Spiel von Angebot und Nachfrage überlassen? Muss hier der Sozialstaat eingreifen? Aber wie? Vorschläge aus der politischen Diskussion sollen auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden.

Donnerstag, 26. Januar 2012, 19 Uhr Kulturzentrum Lola, Lohbrügger Landstr. 8

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Bombenkrieg gegen deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg

Verbrechen, Notwendigkeit oder politisches Kalkül?

Zum Jahrestag des alliierten Bombenangriffs auf Dresden am 13.Februar 1945 marschieren auch dieses Jahr wieder die Neonazis. Sie bezeichnen die Luftangriffe auf deutsche Städte als „Bombenholocaust“ und „Massenmord“. Das Inferno von Dresden soll so dazu genutzt werden, den Kampf gegen Nazideutschland als Verbrechen zu verteufeln.

Aber stimmt die von der Mehrheit der Historiker vertretene Gegenposition? Sie sagen, dass der Bombenkrieg kein Verbrechen war, sondern eine schmerzliche Notwendigkeit, weil man im Kampf gegen den Teufel nicht auf teuflische Mittel verzichten könne.

Notwendig kann aber nur etwas sein, was zur Niederschlagung des Faschismus beigetragen hat. Tatsächlich haben die Bombenangriffe auf die Wohnviertel der Großstädte die faschistische Kriegsmaschine aber wohl nicht nachhaltig behindert. Es spricht vieles dafür, dass sie sogar kriegsverlängernd waren, weil sie politisch von den Nazis genutzt werden konnten, um die Bevölkerung an sich zu binden.

Welchen Zweck können aber „militärisch sinnlose“ Bombenangriffe haben? Manfred Klingele geht von dem Satz von Clausewitz aus: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.” Es gilt also, die politischen Ziele herauszufinden, die der Kriegsführung zu Grunde lagen. Manfred Klingele kommt so zu dem Schluss, dass die Kriegsführung des imperialistischen Großbritanniens bestimmt wurde von einem doppelten politischen Ziel:

den imperialistischen Konkurrenten Deutschland niederzuringen und gleichzeitig die Sowjetunion entscheidend zu schwächen.

Manfred Klingele versucht diese Kriegsziele zu belegen und ihren bestimmenden Einfluss auf die konkrete Kriegsführung, besonders auf den Luftkrieg gegen die deutschen Städte zu zeigen.

Manfred Klingele (65) hat lange u.a. in Archiven in London zu dieser Frage gearbeitet und die Ergebnisse in einer Broschüre veröffentlicht. Ein informativer Abend ist garantiert und eine lebhafte Diskussion seiner Thesen erwünscht.

Mittwoch, den 22. Februar 2012, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg (Mengestr. 20).

 

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Veranstaltung mit Werner Seppmann

Arbeiterklasse - das war gestern… (?)

So wie es ist, kann es nicht bleiben. Darüber ist sich die politische Linke in der BRD einig.
Wer aber soll es hauptsächlich machen? Die „klassenlosen“ Bewegungen der Globalisierungsgegner und occupy now Aktivisten? Die WählerInnen? Das abgehängte Prekariat? Oder doch die von Marx als revolutionäres Subjekt angesehene Arbeiterklasse? Von der Beantwortung dieser Frage hängt die Ausrichtung der politischen Arbeit ab.

Die Praxis beweist, dass die politische Linke die Arbeiterklasse tatsächlich weitgehend abgeschrieben hat: Fast nirgendwo mehr gibt es Flugblätter vor oder gar wirkliche Betriebsarbeit hinter dem Tor.

Ist das richtig oder ein strategischer Fehler? Gibt es eigentlich noch eine Arbeiterklasse? Wie hat Marx sie beschrieben? Was hat sich verändert? Sind die Lebenswelten der besser verdienenden Lohnabhängigen und der HartzIV-Empfänger zu verschieden geworden? Sinkt der Anteil der klassischen Industriearbeiter? Haben sich die traditionellen Milieus aufgelöst?

Darüber spricht zu uns und mit uns Werner Seppmann.

Seppmann leitet zusammen mit Ekkehard Lieberam das Projekt „Klassenanalyse@BRD“ der Marx-Engels-Stiftung (Wuppertal). Studien aus diesem Projekt sind u.a. „Zweifel am Proletariat ...“ und „Umbau der Klassengesellschaft“. Im letzten Jahr erschien von ihm u.a. „Die verleugnete Klasse. Zur Arbeiterklasse heute.“

Mittwoch, den 15. Februar 2012, um 19:00 Uhr im MTZ (Lindenallee 72).

 

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Friedrich Engels

Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen


Mit Engels‘ Schrift „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“ setzen wir unseren Lesekurs „Marxistische Klassiker“ fort.

Häufig wird im Zusammenhang mit den Folgen der Arbeitslosigkeit auf die Bedeutung der Arbeit für die Strukturierung und Gestaltung des täglichen Lebens hingewiesen. Engels weist in seiner kleinen Schrift nach, dass der Arbeit darüber hinaus die wesentliche Rolle bei der Herausbildung der menschlichen Gattung aus der Tierwelt zukommt und damit konstituierend für das Menschsein selbst ist.

In 2 – 3 Sitzungen soll die Schrift gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Danach wird ein neuer Text ausgewählt.

Kursbeginn: Mittwoch, 18. Januar 2012, 19 Uhr Kulturzentrum Lola, Lohbrügger Landstraße 8

dann jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat

Informationen und Anmeldung unter bergedorf@marxistische-abendschule.de

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Doris Gercke liest

Volker Braun: Die hellen Haufen


„Der Aufstand, von dem hier berichtet wird, hat nicht stattgefunden. Wenn er seine Wahrheit hat, so weil er denkbar war. Die Geschichte hat mehr in sich, als sich wirklich ereignet, auch das Mögliche, Ersehnte, nicht Gewagte. Wie sollte man nicht einmal über den Rand schreiben?“

Diese Sätze aus dem Klappentext der Erzählung Volker Brauns „Die hellen Haufen“ beschreiben, was die MASCH Bergedorf mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe anstrebt: die literarische Rezeption gesellschaftlicher Fragen, Probleme und Entwicklungen zu erlesen und zu diskutieren..

Es liest die bekannte Autorin Doris Gercke, deren Bücher immer eine aktuelle gesellschaftliche Problematik als Hintergrund haben.

Donnerstag, 23. Februar 2012, 19 Uhr Kulturzentrum Lola, Lohbrügger Landstr. 8

Wer oder was ist die MASCH?


Alle Informationen über uns, über die Tadition in der wir uns sehen und jede Menge Infos rund um unsere Marxistische Abendschule haben wir für Euch in einem Flyer zusammengestellt, den ihr hier mitnehmen könnt!

 


(Gemäß § 6 des Versammlungsgesetzes sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen-verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Einladung ausgeschlossen)




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